Hatte am Sonntag wenig Zeit mich mitzuteilen. Musste zurück nach Leipzig.
Mir erging es so, dass ich die Predigt in einem gewissen Unterschied empfand zu dem was ich in meinem Hauskreis in diesem Semester mache. Wir lesen den Hebräerbrief. Und da wird ja dann doch etwas anders gewichtet. Das ist mehr für schon länger im Glauben stehende. Es war gut mal wieder Milch zu trinken, um es mit den Worten des Hebr. zu sagen. Für noch nichtglaubende sicher gut erklärt. Was mir durch den Kopf ging war aber auch, dass Gott nicht nur Agape ist, sondern auch Heilig. Gerecht. Und das kann man auch gut schon in Joh.3,16 lesen, denn wenn Gott seinen Sohn geben muss, warum denn sonst anders als das er Heilig ist und die Gerechtigkeit für uns erfüllt. Das ist kein Gegensatz zur bedingunglosen Liebe, es ist eine Ergänzung.
Hey, Mr. Dogmartin, danke für die Ergänzung. Ohne eine fruchtlose und kleinkarierte Diskussion entfachen zu wollen, möchte ich doch einmal näher auf den Kommentar eingehen:
Gott ist heilig – und wir sind es nicht. Dat stimmt. Darum ist ja gerade die geniale Entdeckung, dass er mich wegen Christus voraussetzungslos annimmt. Ich glaube allerdings, dass diese Botschaft nichts mit “Milch” oder einer guten Erklärung für “Nichtglaubende” zu tun hat (trotzdem danke). Ich glaube, dass es die einzige Botschaft ist, die weiterhilft und – jedenfalls für mich Sinn macht. Auch in einem langjährigen Glaubensleben.
Denn das ist auch Gottes Methode, sich zu verändern, mehr zu werden wie er, indem wir mehr und mehr begreifen, dass – wenn es nicht geschieht, er uns trotzdem mag und nicht böse auf uns ist. Als “Nebeneffekt” geschieht dann auf dem Weg dieser daraus resultierenden Freiheit und Entlastung Lebensveränderung. Ich bin z.B. in der Grundtendenz freundlicher und fröhlicher im Umgang mit anderen Menschen geworden als früher (bilde ich mir jedenfalls ein :). Aber ich habe es mir weder vorgenommen, noch daran gearbeitet so zu werden. Es ist einfach passiert als Nebeneffekt der Erfahrung, von Gott geliebt zu sein und dem Wissen, dass er wegen Jesus schon zufrieden mit mir ist und mich anlächelt.
Besonders langjährige Christen haben meiner Meinung nach hier manchmal Nachholbedarf. Christen werden unter anderem als heuchlerisch, verurteilend und antihomosexuell wahrgenommen (siehe die neue Studie “unchristlich” von David Kinnaman und Lyons Gabe). Wann werden wir in unserem Land und weltweit bekannt für die Botschaft von Freiheit, ansteckender Freude, Vergebung und Liebe?
Jesus jedenfalls schien dafür bekannt zu sein. Deshalb hatte er so viele Probleme mit den Religiösen.
Milch mein Lieber bedeutet, wie du in Hebr.5 nachlesen kannst, ja nichts schlechtes, sondern was elementareseiendes. Und was du gebracht hast war Elementares.
Das warum die Christen als heuchlerisch, verurteilend und antihomosexuell gelten, liegt zum einen bei ihren öffentlichen wirksamen Darstellungen, zum anderen an den Medien, die gerne so was aufgreifen. Die Menschen hören ungern Verurteilungen. Selbst wenn sie wahr sind. Aber es liegt nicht an den Nichtchristen. Die Wahrheit in Liebe zu sagen ist eine schwierige Angelegenheit. Jesus kann das. Ich weniger. Mir kommt gerade die Geschichte von der Ehebrecherin in den Sinn. Ja, da hat er viel Gnade gezeigt. Und ebenfalls den Wunsch nach unserer Heiligkeit Ausdruck verliehen. Nachdem nach alle die sie steinigen wollten fragte er die Sünderin wo denn alle seien. Sie waren fort und er vergab ihr und sagte Dann verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige fortan nicht mehr. Er zeigte ihr Wahrheit, denn er nannte das was sie tat Sünde, er zeigte ihr Liebe, denn er vergab ihr.
Moment. Wir sind nicht heilig? Wenn wir es nicht sind, dann sollte ich die Briefe der Apostel nicht mehr auch an mich gerichtet sehen. Die beginnen für gewöhnlich mit: Paulus, ein Apostel Christi, an die Heiligen in…
schon gut. sum justus et peccator. Ich bin Gerechter und Sünder zugleich.
Hatte am Sonntag wenig Zeit mich mitzuteilen. Musste zurück nach Leipzig.
Mir erging es so, dass ich die Predigt in einem gewissen Unterschied empfand zu dem was ich in meinem Hauskreis in diesem Semester mache. Wir lesen den Hebräerbrief. Und da wird ja dann doch etwas anders gewichtet. Das ist mehr für schon länger im Glauben stehende. Es war gut mal wieder Milch zu trinken, um es mit den Worten des Hebr. zu sagen. Für noch nichtglaubende sicher gut erklärt. Was mir durch den Kopf ging war aber auch, dass Gott nicht nur Agape ist, sondern auch Heilig. Gerecht. Und das kann man auch gut schon in Joh.3,16 lesen, denn wenn Gott seinen Sohn geben muss, warum denn sonst anders als das er Heilig ist und die Gerechtigkeit für uns erfüllt. Das ist kein Gegensatz zur bedingunglosen Liebe, es ist eine Ergänzung.
Greekings
Hey, Mr. Dogmartin, danke für die Ergänzung. Ohne eine fruchtlose und kleinkarierte Diskussion entfachen zu wollen, möchte ich doch einmal näher auf den Kommentar eingehen:
Gott ist heilig – und wir sind es nicht. Dat stimmt. Darum ist ja gerade die geniale Entdeckung, dass er mich wegen Christus voraussetzungslos annimmt. Ich glaube allerdings, dass diese Botschaft nichts mit “Milch” oder einer guten Erklärung für “Nichtglaubende” zu tun hat (trotzdem danke). Ich glaube, dass es die einzige Botschaft ist, die weiterhilft und – jedenfalls für mich Sinn macht. Auch in einem langjährigen Glaubensleben.
Denn das ist auch Gottes Methode, sich zu verändern, mehr zu werden wie er, indem wir mehr und mehr begreifen, dass – wenn es nicht geschieht, er uns trotzdem mag und nicht böse auf uns ist. Als “Nebeneffekt” geschieht dann auf dem Weg dieser daraus resultierenden Freiheit und Entlastung Lebensveränderung. Ich bin z.B. in der Grundtendenz freundlicher und fröhlicher im Umgang mit anderen Menschen geworden als früher (bilde ich mir jedenfalls ein :). Aber ich habe es mir weder vorgenommen, noch daran gearbeitet so zu werden. Es ist einfach passiert als Nebeneffekt der Erfahrung, von Gott geliebt zu sein und dem Wissen, dass er wegen Jesus schon zufrieden mit mir ist und mich anlächelt.
Besonders langjährige Christen haben meiner Meinung nach hier manchmal Nachholbedarf. Christen werden unter anderem als heuchlerisch, verurteilend und antihomosexuell wahrgenommen (siehe die neue Studie “unchristlich” von David Kinnaman und Lyons Gabe). Wann werden wir in unserem Land und weltweit bekannt für die Botschaft von Freiheit, ansteckender Freude, Vergebung und Liebe?
Jesus jedenfalls schien dafür bekannt zu sein. Deshalb hatte er so viele Probleme mit den Religiösen.
Milch mein Lieber bedeutet, wie du in Hebr.5 nachlesen kannst, ja nichts schlechtes, sondern was elementareseiendes. Und was du gebracht hast war Elementares.
Das warum die Christen als heuchlerisch, verurteilend und antihomosexuell gelten, liegt zum einen bei ihren öffentlichen wirksamen Darstellungen, zum anderen an den Medien, die gerne so was aufgreifen. Die Menschen hören ungern Verurteilungen. Selbst wenn sie wahr sind. Aber es liegt nicht an den Nichtchristen. Die Wahrheit in Liebe zu sagen ist eine schwierige Angelegenheit. Jesus kann das. Ich weniger. Mir kommt gerade die Geschichte von der Ehebrecherin in den Sinn. Ja, da hat er viel Gnade gezeigt. Und ebenfalls den Wunsch nach unserer Heiligkeit Ausdruck verliehen. Nachdem nach alle die sie steinigen wollten fragte er die Sünderin wo denn alle seien. Sie waren fort und er vergab ihr und sagte Dann verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige fortan nicht mehr. Er zeigte ihr Wahrheit, denn er nannte das was sie tat Sünde, er zeigte ihr Liebe, denn er vergab ihr.
Moment. Wir sind nicht heilig? Wenn wir es nicht sind, dann sollte ich die Briefe der Apostel nicht mehr auch an mich gerichtet sehen. Die beginnen für gewöhnlich mit: Paulus, ein Apostel Christi, an die Heiligen in…
schon gut. sum justus et peccator. Ich bin Gerechter und Sünder zugleich.
Gut gesagt.
Gruß nach Leipzisch,
Tobi