Scheitern lernen (mit Mose), 2.Mose 2,11-25 (Predigtnotizen von Tobias Ennulat)

Psychologen sprechen davon, dass es wichtig sei, scheitern zu lernen. In Gottes Führungsakademie finden wir diese Wahrheit ebenfalls. Er sieht die gescheiterte Mission des Mose an und gibt Mose nicht auf. Er hält ihn fest, bewahrt und behütet ihn, lässt ihn eine Familie gründen und schafft Hoffnung. Gott liebt es gescheiterte Gestalten aufzusammeln, sie wieder einzusetzen und auszusenden mit neuer Autorität und frischer Vision!

So erging es Mose, dem späteren „Freund Gottes“, der mit Gott von Angesicht zu Angesicht kommunizierte. Hier tötet er einen Ägypter im Geheimen, wird aber gesehen, von seinen eigenen Leuten abgelehnt und verraten. In Panik wird er zum Flüchtling und sucht Schutz in Midian. Dort bleibt er als Schafhirte und gründet eine Familie. Hier ist wenig von dem „Held des Glaubens“ zu erkennen, der sich für Gott entscheidet. Und letztlich hatte er nichts erreicht. Den Israeliten ging es immer noch so schlecht wie vorher, Erlösung war nicht in Sicht.

Doch Gott nutzte diese scheinbar sinnlose und furchtbare Situation. Gerade durch diese Schwierigkeiten und Zeiten des Leerlaufs wurde Mose vorbereitet. Gott zeigte sich ihm in nie geahnter Dichte und Offenheit (Kap. 3). Und Mose kehrte zurück. Mit einer gereiften Autorität und einer neuen Vision. So kann es auch bei uns geschehen. Dazu ist es wichtig, unser Scheitern bewusst anzunehmen und in unsere Geschichte mit einzufügen. Viell. bereitet Gott etwas Besseres vor!


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