Simon von Kyrene – ein interessanter Mensch!

(Mt 27,32; Mk 15,21; Lk23,26)

Du kannst viel über einen Menschen erfahren, wenn du siehst, wie er auf wichtige Ereignisse reagiert, z.B. auf einen Unfall. Da gibt es die Schaulustigen, die übereifrigen Rettungshelfer oder auch die bedächtig Handelnden.

Der Tod des Sohnes Gottes an einem römischen Kreuz bei Jerusalem war das wichtigste Ereignis der Menschheitsgeschichte. Menschen reagierten und reagieren sehr unterschiedlich darauf. Einer, der davon eigentlich gar nichts wusste, hieß Simon von Kyrene. Er wurde vollkommen “zufällig” mit dem Kreuzesgeschehen in Berührung gebracht. Der verurteilte Christus kreuzte nämlich seinen Weg, als Simon gerade Feierabend hatte und von der Feldarbeit nach Hause wollte. Die Römer drückten ihm das Kreuz auf, da Jesus durch die vorherige Folter schon nicht mehr konnte. Dieses Erlebnis verwandelte Simons Leben. Er hatte keine Ahnung, er war unbeteiligt und ein Beobachter. Und dann wurde er von einer Minute auf die nächste zu einem Beteiligten, als er das Gewicht des Kreuzes Jesu auf seinen Schultern spürte.

Es gibt also “göttliche” Zufälle in unserem Leben, die unseren Lebensentwurf radikal verändern können. Und es kann sein, dass Gott dich durch eine Begegnung mit Jesus vom Zuschauer zum Beteiligten macht. Es kann sein, dass du ein solches Erlebnis in dieser Woche hast.

Simon reagierte mit Glauben auf diese Begegnung mit Christus und dem Kreuz. Später erfahren wir, dass auch seine Familie zur Gemeinde gehörte (Rö 16,13). Durch Glauben an Gottes Wort und an das, was Jesus am Kreuz für uns erreicht hat, kommen wir von Schuld zur Vergebung. Von der Verurteilung zur Rechtfertigung. Von der Vergiftung zur Heilung. Von Entfremdung zur Versöhnung. Von Gebundeneit zur Freiheit.


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