Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Inhalt besser zu erfassen, habe ich den Titel ein wenig präzisiert, bzw. verändert. Gestern war ich auf einer Diskussion zwischen exponiert christlich auftretenden Befürwortern des Kongresses “Christival” in Bremen und Kritikern einzelner dort veranstalteter Seminare (Volker Beck von den Grünen u.a.). Seither scheint mir die Botschaft des Jakobus für Christen um so wichtiger zu sein: “Wenn ihr behauptet, Gott zu dienen, aber eure Zunge nicht im Zaun halten könnt, betrügt ihr euch nur selbst, und euer Dienst für Gott ist wertlos.” und: “Liebe Freunde, seid schnell bereit, zuzuhören, aber lasst euch Zeit, ehe ihr redet oder zornig werdet.” (Jak 1,26.19). Hier empfinde ich für Christen in Deutschland inkl. mir selbst einen deutlichen Lernbedarf. Volker Beck vertrat zwar pointiert seine Anliegen, argumentierte jedoch durchweg fair und respektvoll. Diesen Eindruck hatte ich von den Christen nicht.
Die bei der Diskussion anwesende übermäßig stark vertretene christliche “Fraktion” bestand aus vornehmlich älteren Herrschaften, die sich keinesfalls zurückhielten mit Äußerungen ihres Unmuts durch Buhrufe, wenn Volker Beck oder andere etwas sagten und mit Beifallsbekundungen nicht sparten, wenn die Bibel zitiert wurde. So sorgten sie für eine primitive Stimmungserzeugung, nicht jedoch für eine Hilfe zur Meinungsbildung. Ich war kurz davor vom Glauben abzufallen und habe mich geschämt, Christ zu sein. Es geht mir dabei nicht um den Inhalt des Glaubens (obwohl ich auch da an verschiedenen Stellen Fragen habe), aber um eine Gesprächskultur, Respektbekundung und Nächstenliebe. Die Christen wirkten dagegen verbissen, ernst und rechthaberisch auf mich. Es wurde wenig gelacht und viel mit erhobenem Zeigefinger gesprochen. Schade. Vielleicht können wir daraus lernen.
Gruß, Tobias
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Dieser Beitrag wurde von benny am 27. April 2008 um 16:54 geschrieben.
Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Inhalt besser zu erfassen, habe ich den Titel ein wenig präzisiert, bzw. verändert. Gestern war ich auf einer Diskussion zwischen exponiert christlich auftretenden Befürwortern des Kongresses “Christival” in Bremen und Kritikern einzelner dort veranstalteter Seminare (Volker Beck von den Grünen u.a.). Seither scheint mir die Botschaft des Jakobus für Christen um so wichtiger zu sein: “Wenn ihr behauptet, Gott zu dienen, aber eure Zunge nicht im Zaun halten könnt, betrügt ihr euch nur selbst, und euer Dienst für Gott ist wertlos.” und: “Liebe Freunde, seid schnell bereit, zuzuhören, aber lasst euch Zeit, ehe ihr redet oder zornig werdet.” (Jak 1,26.19). Hier empfinde ich für Christen in Deutschland inkl. mir selbst einen deutlichen Lernbedarf. Volker Beck vertrat zwar pointiert seine Anliegen, argumentierte jedoch durchweg fair und respektvoll. Diesen Eindruck hatte ich von den Christen nicht.
Die bei der Diskussion anwesende übermäßig stark vertretene christliche “Fraktion” bestand aus vornehmlich älteren Herrschaften, die sich keinesfalls zurückhielten mit Äußerungen ihres Unmuts durch Buhrufe, wenn Volker Beck oder andere etwas sagten und mit Beifallsbekundungen nicht sparten, wenn die Bibel zitiert wurde. So sorgten sie für eine primitive Stimmungserzeugung, nicht jedoch für eine Hilfe zur Meinungsbildung. Ich war kurz davor vom Glauben abzufallen und habe mich geschämt, Christ zu sein. Es geht mir dabei nicht um den Inhalt des Glaubens (obwohl ich auch da an verschiedenen Stellen Fragen habe), aber um eine Gesprächskultur, Respektbekundung und Nächstenliebe. Die Christen wirkten dagegen verbissen, ernst und rechthaberisch auf mich. Es wurde wenig gelacht und viel mit erhobenem Zeigefinger gesprochen. Schade. Vielleicht können wir daraus lernen.
Gruß, Tobias